White Terror: Der Abschluss der Schweizer Trilogie von Daniel Schweizer

Der Dokumentarfilm „White Terror“ (2005) ist das filmische Schlusskapitel einer wegweisenden Trilogie des Schweizer Regisseurs Daniel Schweizer, die sich kritisch mit den Hintergründen der Skinhead- und Neonazi-Szene auseinandersetzt.

Inhalt und Thematik

  • Auseinandersetzung mit Hass: Der Film fungiert als tiefgreifende Recherche in eine Realität, die sich rationalen, humanen Argumenten entzieht. Er beleuchtet die Weltsicht und Motivation junger rechtsradikaler Gruppierungen.
  • Globalisierung und Propaganda: „White Terror“ zeigt auf, wie durch die Globalisierung und das Internet rassistische Propaganda weltweit einfacher verbreitet wird. Der Film verfolgt dabei unter anderem die Spuren eines illegalen Videos aus Skandinavien.
  • Einblicke in die Szene: Der Film gewährt einen ungeschönten Blick auf das global vernetzte Netzwerk von Neonazis, Rassisten, bewaffneten Untergrundorganisationen und politisch auftretenden Gruppierungen, die nach außen hin eine gemässigte Fassade wahren.

Produktion und Bedeutung

  • Regie: Daniel Schweizer, ein Schweizer Dokumentarfilmer, der mit dieser Trilogie ein wichtiges Zeitzeugnis über den Rechtsextremismus geschaffen hat.
  • Rezeption: Der Film wurde in der Schweizer Presselandschaft, unter anderem im Tages-Anzeiger, als „kenntnisreich und kühn“ beschrieben. Er gilt als unverzichtbare Analyse der dunklen Seite der Identitätspolitik und des politischen Extremismus.
  1. Look Now! Filmverleih: White Terror – Offizielle Informationen und Kurzbeschreibung des Schweizer Filmverleihs.
  2. FLIZ - White Terror – Zusammenfassung und Hintergrundinformationen zum Film.
  3. Sunny Bastards: White Terror (2 DVD) Special Edition – Informationen zur speziellen DVD-Ausgabe mit weiterführenden Einblicken in die Thematik.

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Schweizer Filme
White Terror
White Terror
Switzerland / France / Germany / Finland, August 2005
In den vergangenen fünf Jahren hat sich die rechtsextreme Bewegung stark verändert: Die Veteranen sind verschwunden und an ihrer Stelle sind vor allem in den Vereinigten Staaten, Europa und Russland neue Vordenker aufgetaucht, die sich nicht zwangsweise auch ihre Köpfe kahl rasieren. Sie haben alte Symbole durch neue ersetzt und organisieren sich über selber gegründete Vertriebe, Musikclubs, Magazine, eigene Verlage und das Internet. Im Zug der Globalisierung fallen einst klar definierte Grenzen. In unserer Zeit der schnellen Kommunikationswege mussten die USA und Schweden bestürzt zur Kenntnis nehmen, dass ihre Jugend zunehmend der Verführung rassistisch motivierter Gewalt erliegt. Diese hat mittlerweile sowohl die westliche Welt als auch Russland und seine Grenznachbarn infiziert. Sechzig Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs sind die Vereinigten Staaten zur Hochburg der Nazi-Vordenker geworden. Die Verbreitung rassistischer Propaganda über das Internet und eine wachsende Anzahl rassistischer Bücher, Magazinen, CDs, Videos und DVDs erreichen immer grössere Bevölkerungsgruppen. Auf diesem Weg hat die Neonazi Ideologie dankbare neue Empfänger für Ihre Propaganda gefunden. Für die Vertreter der jüngeren Generation ist Geschichte lediglich virtuelle Vergangenheit, in welcher Tatsachen und Fälschungen schlecht oder gar nicht getrennt werden können. Ihre Vision der Zukunft ist eine düstere. «White Terror» ist der dritte und letzte Teil einer Trilogie über Skinheads und Rechtsextremismus. Daniel Schweizer, Regisseur des preisgekrönten Dokumentarfilms «Skinhead Attitude», enthüllt nach mehrjähriger umfangreicher Recherchen innerhalb der aktivsten Gruppen der Bewegung die internationalen Verbindungen einer Achse Stockholm-Moskau-Dallas. Er exponiert die Kräfte, die hinter dem Begriff «White Power» und den «New Racists» Parolen stehen
von Daniel Schweizer
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Quelle: swissfilms.ch