Der Wiedehopf: Ein farbenprächtiger Rückkehrer in der Schweiz

Der Wiedehopf (Upupa epops) ist ein faszinierender, optisch einzigartiger Vogel, der in der Schweiz lange Zeit aus weiten Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets verschwunden war. Durch gezielte Artenförderungsprojekte kämpft er sich heute langsam in unsere Kulturlandschaften zurück.

Erscheinungsbild und Merkmale

Der amselgrosse Wiedehopf ist unverwechselbar:

  • Kopfschmuck: Eine etwa 6 Zentimeter lange, fuchsrote Federhaube, die er bei Erregung aufstellen kann.
  • Gefieder: Ein auffälliges orangebräunliches Gefieder mit charakteristischen schwarz-weissen Flügelmustern.
  • Schnabel: Ein langer, gebogener Schnabel, der ideal dazu geeignet ist, Nahrung aus dem Boden zu stochern.
  • Besonderheit: Früher gab es die Redewendung „Du stinkst wie ein Wiedehopf“, was auf spezielle Schutzmechanismen zurückzuführen ist, die den Vogel und seine Jungen bei Gefahr vor Fressfeinden schützen sollen.

Lebensweise und Lebensraum

Der Wiedehopf bevorzugt halboffene Kulturlandschaften, die reich an Strukturen sind:

  • Habitate: Er liebt Streuobstwiesen mit alten Hochstammbäumen, Weinberge, Weiden und Hecken.
  • Nistplätze: Als Höhlenbrüter nutzt er natürliche Baumhöhlen, verlassene Spechthöhlen, Halbhöhlen in Bruchsteinmauern oder Hohlräume in Holzstössen.
  • Ernährung: Er sucht aktiv am Boden nach Beutetieren, wobei er versteckte Insekten durch gezieltes Stochern im Erdreich aufspürt.

Situation in der Schweiz

Der Bestand des Wiedehopfs war durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den Verlust von Lebensräumen in der Schweiz lange Zeit massiv gefährdet.

  • Verbreitung: Aktuell sind Beobachtungen vor allem im Wallis, in der Umgebung des Genfersees und im Zürcher Unterland möglich.
  • Schutzmassnahmen: Regionen wie der Naturpark Pfyn-Finges setzen sich aktiv für den Erhalt ein, indem sie Nisthilfen aufhängen, Trockenmauern instand setzen und Obstbäume pflanzen.
  • Erfolge: Dank intensiver Artenförderung und dem Engagement vieler Freiwilliger konnten in den letzten Jahren wieder steigende Brutzahlen verzeichnet werden. Projekte zur Wiederbesiedlung, etwa in der Nordwestschweiz, zielen darauf ab, isolierte Populationen wieder zu vernetzen.

  1. Naturpark Pfyn-Finges: Der Wiedehopf – Symbolvogel der Region
  2. Naturzyt: Bunter Stinker – der Wiedehopf, ein exotischer Vogel
  3. BirdLife Schweiz: Kehrt der Wiedehopf in die Nordwestschweiz zurück?

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Wiedehopf
Mit dem prächtigen Kopfschmuck, dem orangebräunlichen Gefieder und den breiten, schwarzen und weissen Bändern auf Schwingen und Schwanz wirkt der Wiedehopf wie ein exotischer Vogel. Er stellt hohe Ansprüche an seinen Lebensraum: Besonders ein üppiges Angebot an Grossinsekten und geeignete Bruthöhlen müssen vorhanden sein. In der Schweiz findet er nur noch in wenigen Gebieten ein Auskommen. Hier sind im Frühling die dreisilbigen hup hup hup -Balzrufe zu hören, wovon sich auch der wissenschaftliche Name ableitet.
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