Der Wiesel-Täubling (Russula mustelina): Ein Porträt

Der Wiesel-Täubling, auch Elefantentäubling genannt, ist ein markanter Pilz aus der Familie der Täublingsverwandten (Russulaceae). Er ist besonders bei erfahrenen Pilzsammlern geschätzt, erfordert jedoch aufgrund seiner Ähnlichkeit mit anderen Arten eine präzise Bestimmung durch einen Fachmann.

Merkmale und Erscheinungsbild

  • Hut: Der Hut ist groß und weist eine gelb- bis rotbraune Farbe auf, die stark an die Färbung eines Steinpilzes erinnert.
  • Lamellen: Im Gegensatz zum Steinpilz besitzt der Wiesel-Täubling unter dem Hut Lamellen, die cremeweiß gefärbt sind.
  • Sporenpulver: Dieses ist cremefarben.
  • Struktur: Die Konsistenz des Pilzes ist fest und fleischig, was ihn zu einem ergiebigen Speisepilz macht.

Vorkommen und Lebensraum

Der Wiesel-Täubling ist ein Mykorrhizapilz, der eine Symbiose mit Fichten eingeht. Er bevorzugt:

  • Standorte: Nadelwälder, insbesondere in Mittelgebirgslagen bis in höhere Gebirgsregionen.
  • Bodenbeschaffenheit: Er ist an nährstoffarme, sandig-saure Böden über Silikatgestein gebunden.

Kulinarische Bedeutung und Sicherheit

  • Speisewert: Er gilt als vorzüglicher und meist völlig madenfreier Speisepilz.
  • Wichtige Warnung: Aufgrund der Ähnlichkeit zum Steinpilz (von oben betrachtet) und möglicher Verwechslungsgefahren mit giftigen Arten, sollte der Pilz ausschließlich von Experten gesammelt werden. Pilz-Apps zur Bestimmung sind unzuverlässig und gefährlich.
  • Empfehlung: In der Schweiz wird dringend geraten, sich bei der Bestimmung an offizielle Pilzkontrollstellen zu wenden. Für eine sichere Bestimmung durch die Kontrolleurin muss stets der gesamte Fruchtkörper vorgelegt werden.

Zusammenfassung für Sammler

In Regionen wie den Schweizer Alpen (z. B. Savognin) wird der Wiesel-Täubling als einer der beliebtesten Speisepilze geschätzt. Dennoch gilt bei Unsicherheit immer: Nicht verzehren! Die fachkundige Begutachtung vor Ort ist der einzige Schutz vor gefährlichen Verwechslungen.


  1. Von Röhrlingen, Täublingen und Ritterlingen (Savognin) – Hinweise zur Pilzbestimmung und Sicherheit in der Schweiz.
  2. Wiesel-Täubling - Russula mustelina (Fungiversum) – Ausführliches Porträt mit ökologischen Daten.
  3. Wiesel-Täubling - Russula mustelina (Pilz-Sammler) – Detaillierte Beschreibung der Merkmale und Warnhinweise.

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Pilze
Wiesel-Täubling
Der Wiesel-Täubling (Russula mustelina, Syn.: R. elephantina Fr.) ist ein Pilz aus der Familie der Täublingsverwandten, der besonders in den Fichtenwäldern der Mittelgebirge über Silikatgestein vorkommt. Es ist ein grosser, dickfleischiger Täubling mit einem gelb- bis rotbraunen Hut, cremeweissen Lamellen und cremefarbenem Sporenpulver. Das milde Fleisch reagiert mit Eisensulfat rosa. Der Wiesel-Täubling ist ein guter Speisepilz, seine Fruchtkörper erscheinen meist gesellig von Juli–Oktober.
Wiesel-Täubling
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Quelle: Wikipedia