Wissenswertes über den Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)

Der Wiesen-Wachtelweizen ist eine faszinierende heimische Pflanze, deren Name oft für Verwirrung sorgt. Trotz seiner Bezeichnung findet man ihn in Deutschland deutlich häufiger in Waldgebieten als auf offenen Wiesen.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Melampyrum pratense
  • Familie: Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae)
  • Gefährdung: In der Roten Liste Deutschlands als „nicht gefährdet“ eingestuft.
  • Blüten: Die Blüten sind charakteristisch rein gelb gefärbt.
  • Wuchsorte: Entgegen seinem Namen wächst er bevorzugt in krautreichen Buchen- und Laubmischwäldern.

Ökologische Besonderheiten

Der Wiesen-Wachtelweizen ist ein Halbschmarotzer. Dies bedeutet:

  • Die Pflanze besitzt zwar Chlorophyll und kann Photosynthese betreiben, entzieht jedoch benachbarten Pflanzen (wie Bäumen, Gräsern, Getreide oder kleinen Sträuchern) über ihre Haarwurzeln zusätzlich Wasser und Nährstoffe.
  • Er fungiert somit als ökologischer „Anzapfer“ in seinem Lebensraum.

Abgrenzung zu verwandten Arten

Oft wird der Wiesen-Wachtelweizen mit anderen Arten verwechselt oder in einen Kontext mit ihnen gesetzt:

  • Hain-Wachtelweizen: Unterscheidet sich durch violette Hochblätter und eine abweichende Optik.
  • Acker-Wachtelweizen: Eine seltene, ökologisch wertvolle Art für naturnahe Gärten, die eher auf kalkhaltigen Ackerflächen zu finden ist und durch ihre rosa-violetten Blüten auffällt.

Wichtige Hinweise

  • Giftigkeit: Es handelt sich um eine leicht giftige Pflanze.
  • Namensherkunft: Der Name „Wachtelweizen“ soll sich laut Überlieferungen darauf beziehen, dass Wachteln die Samen der Pflanze als Nahrung schätzen.

Empfohlene weiterführende Informationen

  1. Wiesen-Wachtelweizen (Blumen und Natur)
  2. Artbeschreibung: Melampyrum pratense (Flora Emslandia)
  3. Acker-Wachtelweizen und Einordnung (Pflanzen in Deutschland)

Vielleicht auch interessant


Alpen-Milchlattich

Alpenlinse

Berg-Alant

Berg-Sauerampfer

Doldiger Milchstern

Felsen-Baldrian

Gelbes Mänderle

Gestreifter Seidelbast

Gewöhnliches Alpen-Lieschgras

Gewöhnliches Wiesen-Labkraut

Huflattich

Italienisches Raygras

Kletten-Labkraut

Mariendistel

Ringelblume

Salbeiblättriger Gamander

Schlaffes Rispengras

Steife Wolfsmilch

Stängelumfassende Taubnessel

Vielsamiger Gänsefuss

Weisse Garten-Narzisse

Weisse Schnabelbinse

Wirbeldost

Wolliges Honiggras

Zwerg-Baldrian
War das hilfreich?
Blumen
Wiesen-Wachtelweizen
Gattung
Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae)
Blütezeit
Juni bis September
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
alpineAlpine Stufe (ab 2200 bis ca. 3000m)
Stufe
Wiesen-Wachtelweizen
KImehr über Wiesen-Wachtelweizen