Die Wiesenmargerite: Ein Klassiker der heimischen Flora

Die Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare) ist eine der bekanntesten und beliebtesten Wildblumen in Deutschland. Ihr Name leitet sich vom griechischen Begriff für „weiße Blume“ ab und beschreibt treffend ihr charakteristisches Erscheinungsbild mit den weißen Zungenblüten und der gelben Mitte.

Steckbrief und Eigenschaften

  • Wissenschaftlicher Name: Leucanthemum vulgare
  • Charakter: Mehrjährige, winterharte und pflegeleichte Staude.
  • Wuchshöhe: Typischerweise um die 50 cm.
  • Besonderheiten: Sie bildet tiefe Wurzeln und breitet sich über kurze Wurzelausläufer horstartig aus.
  • Ökologische Bedeutung: Sie dient als wichtige Bienen- und Insektenpflanze und ist ein fester Bestandteil vieler Blumenwiesen und Wildrasenflächen.

Verbreitung und Vorkommen

In Deutschland ist die Wiesenmargerite weit verbreitet. Man findet sie häufig auf ungedüngten oder extensiv bewirtschafteten Magerwiesen sowie an Feldrändern. Aufgrund ihrer anmutigen Optik wird sie zudem sehr geschätzt, um den eigenen Garten naturnah zu gestalten oder ökologische Nischen zu schaffen.

Verwendung

  1. Im Garten: Sie lässt sich unkompliziert durch Samen oder als Staude kultivieren. Als Dunkelkeimer sollte das Saatgut bei der Aussaat (März bis Juli) entsprechend behandelt werden.
  2. Als Schnittblume: Die Wiesenmargerite eignet sich hervorragend für sommerliche Blumensträuße und verleiht diesen einen natürlichen, wilden Charme.
  3. Als modisches Accessoire: In der Herrenmode wurde sie früher vereinzelt als dezente und elegante Knopflochblume am Sakko getragen, da sie im Vergleich zu anderen Blumen unaufdringlicher wirkt.

Abgrenzung

Die Wiesenmargerite wird oft mit der Ackerhundskamille (Anthemis arvensis) verwechselt. Während die Wiesenmargerite jedoch als typische „Wiesenblume“ gilt, wurde die Ackerhundskamille historisch als lästiges Unkraut auf Ackerflächen betrachtet. Zudem fehlen der Kamille der typische Duft der echten Kamille sowie die markante Blattform der Margerite.


Empfohlene Quellen für weitere Informationen

Vielleicht auch interessant


Bach-Gänsekresse

Duftendes Ruchgras

Festknolliger Lerchensporn

Flachblättriger Steinbrech

Gelbes Mänderle

Gewöhnliches Federgras

Hoher Honigklee

Kleiner Merk

Kohldistel

Kriechendes Gipskraut

Mauer-Gänsekresse

Meisterwurz

Pfeilkresse

Pyramiden-Günsel

Rotes Seifenkraut

Schild-Wasserhahnenfuss

Schnee-Edelraute

Séguiers Nelke

Sumpf-Wolfsmilch

Trauben-Steinbrech

Voralpen-Kreuzblume

Weicher Storchschnabel

Wende-Klee

Wiesen-Schaumkraut

Öhrchen-Leimkraut
War das hilfreich?
Blumen
Wiesenmargerite
Gattung
Korbblütengewächse (Asteraceae)
Blütezeit
Mai bis Oktober
Vorkommen
kollineKolline Stufe (Hügelstufe: bis ca. 900m)
bis
alpineAlpine Stufe (ab 2200 bis ca. 3000m)
Stufe
Wiesenmargerite
KImehr über Wiesenmargerite