Willy DeVille & The Mink DeVille Band: Ein musikalisches Porträt

Willy DeVille (geboren als William Paul Borsey Jr.) war eine prägende Figur der Musikgeschichte, die den Bogen von der New Yorker Punk-Szene der 70er Jahre bis hin zu den Wurzeln des Mississippi-Blues und New-Orleans-Soul spannte.

Werdegang und musikalische Identität

Die Karriere von Willy DeVille begann eng verknüpft mit der Band Mink DeVille, die durch ihre legendären Auftritte im New Yorker Club CBGB bekannt wurde. Früh arbeitete die Band mit dem renommierten Produzenten Jack Nitzsche zusammen. Während die Band in den USA zwischenzeitlich um Anerkennung kämpfen musste, feierte DeVille in Europa große Erfolge, etwa mit seiner unverkennbaren Mariachi-Interpretation von „Hey! Joe“. Sein letztes Studioalbum Pistola nahm er 2007/2008 auf, kurz vor seinem Tod am 6. August 2009.

Die Verbindung zur Schweiz

Willy DeVille hinterließ auch in der Schweiz einen bleibenden Eindruck:

  • Baloise Session (Basel): Im Jahr 2002 trat das Willy DeVille Trio bei der renommierten Baloise Session auf. Dort wurde er als „Rock’n’Roll-Gypsy“ gewürdigt, der seine Wurzeln tief in der Tradition von Musiklegenden wie Muddy Waters und Ben E. King hatte.
  • Musikalische Wertschätzung: Die Faszination für seine Musik hält bis heute an. So ist seine Musik beispielsweise ein fester Bestandteil im Showroom des Hi-Fi-Spezialisten LINN Home in Bern, wo seine Tracks regelmäßig gespielt werden.
  • Kulturelle Einflüsse: Auch in der Schweizer Musikszene wird sein Ruf als einflussreicher Künstler gepflegt, wie Erwähnungen in Fachmagazinen wie dem Tracks Magazin belegen, das seine Zusammenarbeit mit legendären Produzenten wie Jim Dickinson (der auch mit Willy DeVille arbeitete) hervorhebt.

Persönliches und musikalischer Stil

Willy DeVille war bekannt für seine einzigartige Aura und sein Charisma. Interessant ist sein biographischer Hintergrund: Mütterlicherseits hatte er Pequot-Wurzeln, was seine tiefe Verbundenheit zu nordamerikanischen Ureinwohnern und seinen musikalischen Ausdruck nachhaltig beeinflusste. Seine Musik wird heute oft als Referenz für Genre-übergreifenden Rock und Americana genannt, sei es in Fachkreisen oder bei Live-Events.


  1. Willy DeVille & The Mink DeVille Band - MIG Music
  2. Baloise Session - Willy DeVille Trio (2002)
  3. LINN Home Bern - Willy DeVille

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Quelle: wdr.de