Übersicht: Prof. Dr. Wolfgang Hilberg – Leben und Wirken

Diese Übersicht differenziert zwischen dem deutschen Elektrotechniker Prof. Dr. Wolfgang Hilberg und dem historisch bedeutenden Holocaust-Forscher Raul Hilberg, da diese Namen in verschiedenen Wissenskontexten (oft fälschlicherweise in einem Atemzug) genannt werden.

1. Prof. Dr. Wolfgang Hilberg (Elektrotechnik)

Wolfgang Hilberg ist ein anerkannter deutscher Wissenschaftler auf dem Gebiet der Datenverarbeitung und Digitaltechnik.

  • Biografische Daten: Geboren am 07.02.1932 in Gießen.
  • Akademischer Werdegang:
    • 1958: Diplom in Elektrotechnik.
    • 1963: Promotion bei Prof. Küpfmüller an der Technischen Hochschule (TH) Darmstadt.
    • 1972: Berufung zum Professor am Institut für Datenverarbeitung (Fachgebiet Digitaltechnik) an der TH Darmstadt.
    • Zweifache Tätigkeit als Dekan im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (1973 und 1993).
  • Wissenschaftliche Leistungen:
    • Forschungstätigkeit bei Telefunken (Ulm) ab 1958.
    • Inhaber von über 50 Patenten.
    • Publikation von 12 Büchern und ca. 130 Aufsätzen.
    • Auszeichnungen: Zweifacher IEEE Best Paper Award (1990, 1993) sowie der NTG-Preis (1965).
    • Herausgeber bekannter Buchreihen (u.a. „Grundlagen der Schaltungstechnik“).

2. Abgrenzung: Raul Hilberg (Holocaust-Forschung)

In verschiedenen Quellen (teilweise auch durch Schweizer Bezugnahmen, etwa im Umfeld der Theoriekritik.ch) wird der Name Hilberg oft im Kontext der historischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus erwähnt. Hierbei handelt es sich um Raul Hilberg (1926–2007), einen österreichisch-amerikanischen Politikwissenschaftler, der als Pionier der Holocaust-Forschung gilt. Er war kein Elektrotechniker, sondern ein bedeutender Historiker und Schüler von Franz L. Neumann.

3. Bezug zur Schweiz

Obwohl Prof. Dr. Wolfgang Hilberg primär in Deutschland wirkte, findet sein Name oder der seines Namensvetters Raul Hilberg Eingang in Schweizer akademische Diskurse:

  • Theoriekritik.ch: Die Plattform verknüpft wissenschaftsgeschichtliche Fragen (etwa zu Franz L. Neumann) mit den Biografien der Hilbergs, um akademische Werdegänge und politische Denktraditionen zu analysieren.
  • Filmgeschichte: In Schweizer Indizes zur Stummfilmzeit tauchen vereinzelt Namensnennungen auf (z. B. „Rudolf Hilberg“ als Filmschaffender), was die historische Breite des Namens in Archiven unterstreicht.

  1. Eduard Rhein Stiftung: Prof. Dr. Wolfgang Hilberg – Offizielles Kurzprofil des Elektrotechnikers.
  2. Theoriekritik.ch: Zum Umfeld von Raul Hilberg und Franz L. Neumann – Kontext zur historischen Einordnung des Namens Hilberg.
  3. Chronologie des Holocaust: Artikel Raul Hilberg – Detaillierte Würdigung des Holocaust-Forschers Raul Hilberg.

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Personen
Wolfgang Hilberg
Wolfgang Hilberg war ein deutscher Elektrotechnik-Ingenieur, der bei Telefunken die digitale Zeitübertragung für Funkuhren (1967) erfand und in den 1970ern erste Prototypen der von ihm patentierten Technologie entwickelte. Er wurde am 7. Februar 1932 in Giessen geboren und starb mit 83 Jahren am 23. Februar 2015 in Gross-Bieberau. In diesem Jahr hätte er seinen 87. Geburtstag gefeiert.
Wolfgang Hilberg
Quelle: geboren.am