Wurmfarne Giftpflanze

Wurmfarn ��� Die giftige Waldpflanze der Schweiz

Merkmale und Bestimmung

Der Echte Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) ist die häufigste Art der Gattung Dryopteris in Mitteleuropa und auch in der Schweiz weit verbreitet. Er gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae).

Charakteristisch sind:

  • Bis zu 1,5 m hohe, ein- bis zweifach gefiederte Wedel
  • Sporenbehälter (Sori) auf der Unterseite der Wedel, meist in Zweierreihen angeordnet
  • Vorliebe für saure, nährstoffarme Böden
  • Typische Erscheinung in halbschattigen Waldrändern, lichten Wäldern, aber auch auf Mauern, Felsen und steinigen Nischen

In der Schweiz kommen mehrere nahe verwandte Arten vor, darunter:

  • Schuppiger Wurmfarn (Dryopteris affinis)
  • Breitblättriger Wurmfarn (Dryopteris dilatata)
  • Dorniger Wurmfarn (Dryopteris carthusiana)

Giftigkeit und Bedeutung als Unkraut

Der Wurmfarn gilt als stark giftig. Sowohl frische als auch getrocknete Pflanzenteile sind giftig. Er enthält u. a. Filixsäure und andere Phloroglucinderivate, die bei Mensch und Tier zu Vergiftungserscheinungen führen können.

In der Landwirtschaft wird er daher als absolutes Unkraut eingestuft. Auf Wiesen und Weiden wird er vom Vieh in der Regel nicht gefressen. Besonders problematisch ist sein Vorkommen in Futterflächen, da er den Futterwert stark mindert. In der Schweiz wird zur Bekämpfung auf Weiden und Wiesen häufig das Herbizid Asulam eingesetzt (Anwendung: ca. 6 L/ha kurz nach Entfaltung der Blattspreiten).

Verbreitung und Ökologie in der Schweiz

Durch seine Sporenverbreitung erreicht der Wurmfarn auch extreme Standorte wie Felsnischen und Mauern. Die Ausbreitung erfolgt vor allem über Sporen und verläuft eher langsam und punktuell, was oft zu mosaikartigen Beständen führt. Im Gegensatz zum aggressiveren Adlerfarn (Pteridium aquilinum), der sich stark über Rhizome ausbreitet, ist der Wurmfarn in der Regel weniger expansiv, dafür aber sehr langlebig und schwer zu vertreiben, sobald er sich etabliert hat.

Er bevorzugt halbschattige Waldränder und breitet sich von dort oft in angrenzende Wiesen und Weiden aus. In der Schweiz findet man ihn von der colline bis in die montane Stufe, teilweise sogar in subalpinen Lagen.

Interessante Fakten

  • Wurmfarne können sogar hoch oben in Astgabeln alter Buchen wachsen (Epiphytismus).
  • Im Winter wirken die abgestorbenen, hellbraunen Wedel oft gespenstisch und gaben der Pflanze in manchen Regionen ihren Namen.
  • Die Gattung Dryopteris ist formenreich und teilweise schwierig zu bestimmen – mehrere Arten und Hybride kommen in der Schweiz vor.

Beste weiterführende Links:

  1. Wurmfarn, Echter – eAGFF – Fachwissen im Futterbau
  2. DigiPlanAlp – Vorkommen und Verbreitung von Farnen
  3. Botanikgruppe Aargau – Exkursionsbericht Farne im Tüfels-Chäller

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Wurmfarne
Einstufungsehr giftig
Giftige Teilealle Pflanzenteile
WirkstoffeThiaminase (Enzym), Filicin, Aspidin
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Wurmfarne
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Quelle: Wikipedia