Zakir and his Friends: Eine rhythmische Weltreise

Der Dokumentarfilm Zakir and his Friends (Regie: Lutz Leonhardt) ist eine filmische Hommage an die universelle Sprache der Musik. Im Zentrum steht der indische Tabla-Virtuose Zakir Hussain, der als musikalischer Ankerpunkt dient, um die rhythmische Vielfalt der Welt zu erkunden.

Inhalt und Konzept

Der Film begibt sich auf eine Reise über verschiedene Kontinente – von Indien über Japan bis hin nach Venezuela und Burkina Faso. Dabei wird aufgezeigt, dass Rhythmus ein fundamentales Element menschlicher Kultur ist. Anstatt einer rein dokumentarischen Abfolge bietet der Film eine ästhetische Verknüpfung von Bildern und Klängen, die den Begriff „Weltmusik“ neu definiert.

Die Produktion porträtiert dabei nicht nur Zakir Hussain, sondern eine Vielzahl von Perkussionisten und Musikern, darunter:

  • Kodo-Musiker: Die weltberühmten japanischen Trommelkünstler.
  • Gamelan-Spieler: Mitreissende Ensembles aus Bali.
  • Lokale Akteure: Kinder und Jugendliche aus Venezuela, die ihre Rhythmen rein körperlich und ohne Instrumente erzeugen.

Rezeption in der Schweiz

Der Film wurde in der Schweizer Kulturlandschaft positiv aufgenommen. Kritiker, wie Walter Ruggle im Tages-Anzeiger (1998), hoben hervor, dass Leonhardts Werk nicht nur die Ohren, sondern durch die visuelle Komposition auch die Netzhaut anspricht. Die Schweizer Presse beschrieb das Werk als „betörenden Leinwandtrip“, der den Zuschauern das bewusste Hören von Musik erst beibringe.

Zakir Hussain selbst ist in der Schweizer Musikszene kein Unbekannter. Durch Auftritte in renommierten Schweizer Konzerthäusern wie dem Moods in Zürich und Besuche in Städten wie Basel, Genf und Lausanne pflegt der Tabla-Meister eine enge Verbindung zum Schweizer Publikum und zur Musikszene.

Filmische Einordnung

  • Genre: Musikdokumentation
  • Regie: Lutz Leonhardt
  • Thematik: Rhythmus als Weltsprache, kulturelle Verbindung durch Klang
  • Besonderheit: Die Verschmelzung von komponierten und improvisierten Strukturen zu einer „akustischen Einheit“.

  1. Look Now! Filmverleih - Zakir and his Friends
  2. Horizonte Film - Tagi-Kritik und Hintergrundinformationen
  3. Namaste Switzerland - Porträt und Interview mit Zakir Hussain

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Schweizer Filme
Zakir and his Friends
Zakir and his Friends
Switzerland / Germany, September 1997
Der Film portraitiert den 1951 in Bombay geborenen Zakir Hussain, Tabla-Spieler, Percussionist, Weltmusiker, der aus dem Vokabular der Rhythmussprachen dieser Welt eine neue und aufregende Musik entwickelt hat. Der Film hat sich in der Welt der Trommler umgesehen und verbindet, kompromisslos in der Gleichgewichtung von Ton- und Bildwelten, Musik und Film zu einer neuen Qualität – dem Musikfilm. «Am Anfang gab es ein Bild von vier jungen Schwarzen in Südamerika – und ein verblüffendes Konzert mit einem mir unbekannten indischen Musiker. Daraus wurde ein musikalischer Trip, der nach Indien, Indonesien, Japan, Kalifornien, Venezuela, Trinidad und Burkina Faso führte – zu den absolut unglaublichen Trommlern und Percussionisten dieser Welt.» (Lutz Leonhardt)
von Lutz Leonhardt
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Quelle: swissfilms.ch