Der Zilpzalp: Ein Porträt des kleinen Laubsängers

Der Zilpzalp (Phylloscopus collybita) ist einer der bekanntesten Singvögel Europas. Sein Name ist lautmalerisch und leitet sich direkt von seinem charakteristischen, zweisilbigen „Zilp-Zalp“-Gesang ab. In der Schweiz ist er ein weit verbreiteter Brutvogel, der besonders durch seine lebhafte Art und seinen unermüdlichen Gesang auffällt.

Steckbrief und Merkmale

  • Wissenschaftlicher Name: Phylloscopus collybita
  • Größe und Gewicht: Ein kleiner Vogel mit ca. 6–9 g Gewicht.
  • Erscheinungsbild: Schlichtes, unauffälliges Gefieder. Er besitzt keine auffälligen Zeichnungen.
  • Gesang: Das Männchen lässt ab Ende Februar/Anfang März von hohen Zweigen aus seinen „Zilp-Zalp“-Ruf hören, um sein Revier zu markieren. Dieser dient auch der Unterscheidung zum Fitis, der melodischer klingt.

Lebensweise und Lebensraum

  • Habitat: Der Zilpzalp bevorzugt bewaldete Gebiete, findet sich aber auch in Gärten und Kulturlandschaften der Schweiz zurecht.
  • Ernährung: Er jagt als Insektenfresser unermüdlich in flatternden Sprüngen nach Insekten und Spinnen. Im Herbst ergänzt er seinen Speiseplan gelegentlich durch Beeren.
  • Fortpflanzung: Das Weibchen baut ein rundes, geschlossenes Nest (oft in Bodennähe oder niedrigem Gebüsch). Ein Gelege umfasst meist 5 bis 7 Eier, die ca. 13 bis 14 Tage bebrütet werden. Beide Elternteile beteiligen sich an der Fütterung der Jungen.
  • Zugverhalten: Als Zugvogel verlässt er nach der Brutzeit das Gebiet und kehrt meist Ende Februar aus seinen Winterquartieren zurück.

Vorkommen in der Schweiz

Der Zilpzalp ist in der Schweiz nicht gefährdet und weit verbreitet. Beobachtungen in Schweizer Regionen wie Hagneck, Biel oder im Neeracher Ried belegen seine Präsenz das ganze Jahr über bzw. während seiner Rückkehrzeit. Er wird oft als Beispiel für Vögel mit lautmalerischen Namen genannt. In Gärten kann er durch naturnahe Gestaltung und Vogeltränken unterstützt werden.


  1. Zilpzalp - alles über den Zilpzalp (gartencheck.ch) – Umfassende Informationen zu Biologie und Verhalten.
  2. Vogel des Monats: Der Zilpzalp (avifaunistik.ch) – Ein detailliertes Porträt aus dem Schweizer Kontext der Avifaunistik.
  3. Zilpzalp - au Bois de mon Coeur – Ein schöner didaktischer Zugang zum Verhalten und zur Lebensweise des Vogels.

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Zilpzalp
Mit einem deutlichen, oft wiederholten zilp zalp stellt sich der unscheinbare Laubsänger gleich selber vor. Als einer der ersten Zugvögel ist sein Gesang bereits Mitte März bei uns zu hören. Regelmässig versuchen einige Vögel bei uns zu überwintern, vor allem in Gewässernähe. Bei der Wahl des Reviers ist der Zilpzalp wenig wählerisch und besiedelt fast jeden Wald bis zur Baumgrenze. Er ist einer unserer verbreitetsten Brutvögel. Das kugelige Nest wird vom Weibchen allein gebaut, wozu es mindestens 1200 Transportflüge benötigt.
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