Übersicht: Filmische und dokumentarische Aspekte rund um „Zürcher Tagebuch“

Das Thema „Zürcher Tagebuch“ findet sich in der Schweizer Kulturlandschaft in unterschiedlichen Kontexten wieder – von einem cineastischen Essay über historische Transkriptionen bis hin zu literarischen und journalistischen Formaten.

Der Film „Zürcher Tagebuch“ (2020)

Im Zentrum steht der Dokumentarfilm von Regisseur Stefan Haupt. Das Werk ist ein persönlich verankertes, filmisches Tagebuch, das die Ambivalenz der Zeit während des Ausnahmezustands (speziell im Kontext der Corona-Pandemie) einfängt. Der Film verbindet die Innenwelt des Autors mit den gesellschaftlichen und politischen Geschehnissen in Zürich und reflektiert Themen wie Ohnmacht und Aufbruch. Er ist über Schweizer Streaming-Plattformen zugänglich.

Historische und kulturelle Bezüge

  • Pauline Eschers Tagebuch (1857–1859): Ein digitales Projekt von Annette Schindler, das die Lebensrealität einer Zürcherin im 19. Jahrhundert durch die Transkription ihrer alten Tagebücher in Kurrentschrift lebendig macht.
  • Journalistisches Tagebuch: In der Publikation „Zürcher Wirtschaft“ wurden persönliche Tagebuch-Aufzeichnungen über den Fernunterricht während der Pandemie genutzt, um den Wandel in der Bildungslandschaft und die Auswirkungen der digitalen Transformation zu dokumentieren.
  • Literarische Verarbeitung: Der Autor Urs Zürcher greift in seinem Roman „Der Innerschweizer“ das Format des Tagebuchs auf, um das Leben eines Studenten in einer Wohngemeinschaft in Basel zu schildern, wobei der Stil als kurzweilig und direkt beschrieben wird.

Weitere Verwendungen des Begriffs

  • Nischen und Hobbys: Der Begriff „Tagebuch“ wird in der Schweiz auch für technische Projektdokumentationen genutzt, etwa beim Umbau eines K.I.T.T.-Replikas im Zürcher Weinland.
  • Papeterie: Der stationäre Handel (z. B. Papeterie Zumstein) bietet in Zürcher Filialen klassische Tagebücher an, was die anhaltende Relevanz des Schreibens von Hand unterstreicht.
  • Musik: In der klassischen Szene (z. B. Zürcher Kammeroper) finden sich Hinweise auf musikalische Tagebuch-Vertonungen, wie das „Tagebuch eines Verschollenen“ von Leoš Janáček.

  1. Zürcher Tagebuch (Film) – Streaming auf cinu.ch
  2. Pauline Eschers Tagebuch (1857–1859) – Transkriptionsprojekt
  3. Zürcher Wirtschaft – Erfahrungsberichte und KMU-Transformation

Vielleicht auch interessant


À la recherche de l`homme à la caméra

Ahimsa

Anche fiori a volte

Beyond

Bitter Flowers

Bleiben

Elite

Frontaliers Disaster

Hair 35mm - Aldo Signoretti and the Art of H...

Heidi

Histoires de fete

Landleben

Le voyage de Laura

Leonardo

Les hirondelles de Kaboul

Lovecut

Marginalien (working title)

Not Just Roads

Projet corrida

Rebecca

The Bubble

Vakuum

Vom Lieben und Lügen

W. - Was von der Lüge bleibt

Yes No Maybe
War das hilfreich?
Schweizer Filme
Zürcher Tagebuch
Zürcher Tagebuch
Switzerland, September 2020
Was liegt in der Luft? – Ein filmisches Tagebuch: persönlich verankert, zugleich politisch und gesellschaftlich, mit Mut zur Unausgewogenheit, zu irritierender Gleichzeitigkeit von Innen- und Aussenwelt, Alltag und Ausnahmezustand. Der Film spinnt ein vielschichtiges Netz, fängt poetisch und experimentierfreudig Gefühle, Gedanken, widersprüchliche Tendenzen ein: ein emotionales Spiegelbild dieser ambivalenten Zeit zwischen Ohnmacht und Aufbruch.
von Stefan Haupt
KImehr über Zürcher Tagebuch
Quelle: swissfilms.ch