Dokumentarfilm-Portrait: «Zum Beispiel Suberg»

Der Dokumentarfilm «Zum Beispiel Suberg» (2013) des Schweizer Regisseurs Simon Baumann ist eine tiefgründige und humorvolle Auseinandersetzung mit dem Strukturwandel in ländlichen Gebieten der Schweiz. Das Werk dient als sinnbildliche Untersuchung dafür, wie aus einer einstigen Dorfgemeinschaft eine Ansammlung von Menschen geworden ist, die sich zunehmend anonymisiert gegenübersteht.

Kernaspekte des Films

  • Thematik: Baumann untersucht den Wandel seines Heimatdorfes Suberg im Berner Mittelland. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich der Ort von einem bäuerlich geprägten Dorf hin zu einem anonymen "Schlafdorf".
  • Gesellschaftliche Analyse: Der Film thematisiert kritisch Themen wie Zersiedelung, Vereinsamung und den Druck der wirtschaftlichen Rentabilität in einer globalisierten Welt.
  • Persönliche Ebene: Neben der soziologischen Betrachtung bindet der Regisseur seine eigene Familiengeschichte sowie Begegnungen mit Dorfbewohnern und dem örtlichen Männerchor ein, was dem Film eine berührende, menschliche Dimension verleiht.
  • Rezeption: Das Werk gilt als differenzierte Dorfchronik und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Regiepreis des Kantons Bern (2013) und den Hauptpreis des Dokumentarfilmwettbewerbs beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern (2014).

Produktion und Hintergründe

  • Regie: Simon Baumann
  • Koautorin: Kathrin Gschwend
  • Release (Schweiz): 28. November 2013
  • Auszeichnungen: Unter anderem Gewinner des CH-Dokfilm-Wettbewerbs des Migros-Kulturprozents (2010) sowie Prix Interreligieux bei Visions du Réel (Nyon, 2013).

Empfohlene Ressourcen

  1. Zum Beispiel Suberg auf Play Suisse – Offizielle Streaming-Plattform der SRG für den Film.
  2. Zum Beispiel Suberg bei ton und bild – Ausführliche Produktionsdetails und Festival-Historie.
  3. Filmkritik auf arttv.ch – Hintergrundberichte und filmjournalistische Einordnungen zum Werk.

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Schweizer Filme
Zum Beispiel Suberg
Zum Beispiel Suberg
Switzerland, April 2013
Auf halber Strecke zwischen Bern und Biel im nebligen Lyssbachtal gelegen, hat sich Suberg in den letzten Jahrzehnten vom verschlafenen Bauerndorf zum Schlafdorf entwickelt. Der Filmemacher lebt seit seiner Geburt in Suberg und hat das Dorf und seine Bewohner 32 Jahre lang erfolgreich ignoriert. Als er noch Primarschüler war, kamen seine Freunde aus Suberg. Heute leben sie in Zürich oder Berlin und die Abende in der Provinz werden einsamer. Deshalb will er jetzt Teil der Dorfgemeinschaft werden. Aber wie lernt man Bewohner eines Dorfes kennen, welches alle Begegnungsorte abgeschafft hat?
von Simon Baumann
KImehr über Zum Beispiel Suberg
Quelle: swissfilms.ch