Der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer: Ein nützlicher Gartenhelfer
Der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata), oft auch als Pilz-Marienkäfer bezeichnet, ist eine faszinierende und nützliche Käferart. Im Gegensatz zu vielen anderen Marienkäfer-Arten, die sich von Blattläusen ernähren, hat sich dieser Käfer auf eine spezielle ökologische Nische spezialisiert.
Biologie und Merkmale
- Aussehen: Der Käfer ist etwa 3 bis 4,5 Millimeter lang und besitzt einen fast kreisrunden, gelben Körper mit markanten schwarzen Punkten.
- Lebensweise: Sowohl die ausgewachsenen Käfer als auch ihre Larven ernähren sich von Mehltaupilzen. Sie „reinigen“ die Blätter, indem sie den Pilzbelag abraspeln.
- Verteidigung: Bei Gefahr können die Tiere ein übelriechendes Sekret absondern und sich tot stellen, indem sie ihre Beine an den Körper anlegen.
- Überwinterung: Die Käfer überwintern häufig in geselligen Gruppen.
Bedeutung im Garten
Der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer gilt als wertvoller Nützling. Er ist für Pflanzen, Menschen und Haustiere vollkommen ungefährlich. Da er Mehltau bekämpft, wird er von Gartenbesitzern – auch in der Schweiz, wo er flächendeckend verbreitet ist – sehr geschätzt. Er ist ein wichtiger Partner für eine pestizidfreie Schädlingsbekämpfung im urbanen Garten.
Verbreitung und Schutz
Die Art ist in Europa weit verbreitet und auch in der Schweiz heimisch. Aufgrund seiner speziellen Lebensweise wird er oft übersehen, da viele Menschen bei Marienkäfern primär an Blattlausjäger denken. Ein naturnaher Garten bietet dem Pilz-Marienkäfer ideale Bedingungen.
Hilfreiche Links
- Naturspektrum: Arteninfo Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer
- Ökart: Verbreitungskarten von Insekten in der Schweiz
- Sickus: Ausführliche Informationen zum Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer
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