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Erdkröte (Bufo bufo) – Lebensraum, Verhalten und Schutz in der Schweiz
Aussehen und Merkmale
Körperbau
: Plump, gedrungen, mit warziger Haut und waagrecht-elliptischer Pupille mit kupferroter Iris.
Größe
: Bis 15 cm, Weibchen meist größer als Männchen.
Gift
: Hautdrüsen sondern ein scharfes Sekret ab, das Fressfeinde und Parasiten abwehrt.
Lebensraum und Verbreitung in der Schweiz
Landhabitat
: Feuchte Wälder, Wiesen, Gärten und halboffene Gebiete (Durchmesser des Jagdreviers oft ca. 100 m).
Laichgewässer
: Mittlere bis große, sonnige Weiher oder Seen (Tiefe > 50 cm), bevorzugt mit Röhrichtbewuchs.
Verbreitung
: Häufigste Amphibienart Mitteleuropas; in der Schweiz auf der Roten Liste als „verletzlich“ geführt.
Lebenszyklus und Wanderungen
Winterstarre
: Ca. 5 Monate in Erdlöchern oder unter Laub (Oktober–März).
Frühjahrswanderung
: Ab Anfang März bei Nacht und > 5 °C; Paarung und Laichablage in angestammten Gewässern; Laichschnüre um Äste oder Röhricht.
Metamorphose
: Junge Kröten verlassen das Wasser im Juni.
Herbstwanderung
: Ab Mitte August/September Rückkehr in Winterquartiere.
Ernährung und Verhalten
Nahrung
: Nachtaktive Jäger; Würmer, Nacktschnecken, Spinnen, Insekten und kleine Wirbellose.
Aktivitätsmuster
: Tagsüber versteckt (Laub, Erdlöcher); abends und nachts aktiv, besonders bei Regen.
Gefährdung und Schutz in der Schweiz
Bedrohung
: Straßenverkehr (tausende Totfunde jährlich), Lebensraumverlust, Gewässerzerstörung.
Schutzmaßnahmen
:
– Temporäre Straßensperrungen und Krötentunnel während der Wanderperioden.
– Erhalt und Neuanlage naturnaher Laichgewässer.
– Aufklärungskampagnen und „Krötenzäune“.
– Gartenmaßnahmen: Laubhaufen, Kleingewässer und Verzicht auf Pestizide.
Praktische Tipps für den eigenen Garten
Verstecke schaffen
: Laub- oder Steinhaufen, Holzhaufen.
Kleingewässer
: Flache, fischfreie Teiche mit Röhricht.
Beobachtung
: Abends bei Regen und > 5 °C auf Wanderrouten achten; Tiere nicht berühren.
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Die Erdkröte, Bufo bufo (Linnaeus 1758), hat eine gedrungene Gestalt mit kurzen Hinterbeinen und stumpfer Schnauze. Die Iris der stark hervortretenden Augen ist kupferrot, die Pupille waagrecht. Unter den vielen Hautdrüsen sind die "Ohrdrüsen" (Parotiden) hinter den Augen auffällig; aus ihnen scheidet die Kröte bei Misshandlung ein weissliches, giftiges Sekret aus, das die Schleimhäute eines Feindes - auch des Menschen - stark reizen kann.
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Quelle:
info fauna (karch)
Vielen Dank